1&1 stellt auf PHP Version 5.4 um

Ende letzten Jahres informierte der Internetprovider und Webhoster 1&1 seine Webhosting Kunden, dass für das Jahr 2013 die Umstellung auf die PHP Version 5.4 geplant ist. Je nachdem welche Arten von Webseiten, Content Management Systemen oder Onlineshops die einzelnen 1&1 Kunden betreiben, kann diese Umstellung erhebliche Folgen für das jeweilige Internetangebot haben. Von keinerlei Auswirkungen über einzelne Fehlfunktionen bis hin zu einem Komplettausfall sind alle Folgen denkbar, falls die Umstellung vom Kunden ignoriert und keine Maßnahmen in die Wege geleitet werden. Hier eine kurze Übersicht zur geplanten Umstellung und was Sie als Internetseiten- oder Onlineshop-Betreiber unbedingt beachten sollten.

Der Terminplan der Umstellung

Zunächst war es seitens 1&1 geplant die Umstellung auf PHP 5.4 bereits zum 1. April 2013 vorzunehmen. Dieser Terminplan wurde, nicht zuletzt auf Wunsch vieler Kunden, überarbeitet und hat nun folgende neue Eckdaten:

  • Bis zum 30.04.2013 werden keine Umstellungen vorgenommen und PHP 4 kann bis zu diesem Termin uneingeschränkt verwenden werden
  • Vom 01.05.2013 bis 01.07.2013 wird die Version 4 schrittweise abgeschaltet, so dass sie spätestens bis zum 1.07.2013 nicht mehr zur Verfügung steht.
  • Ab diesem Zeitpunkt stehen nur noch die Versionen 5.2 und 5.4 zur Verfügung, wobei ab Herbst 2013 lediglich noch letztere auf den Systemen verbleibt.

 

Wer ist von der Umstellung betroffen?

Zunächst einmal sind alle Webhosting- oder Managed Server-Paket Kunden von 1&1 betroffen, die PHP-Skripte in ihren Internetauftritten einsetzen. Besonders wer einen Onlineshop älterer Version nutzt, sollte frühzeitig reagieren, damit der Onlineshop nach der Umstellung noch funktionsfähig ist. Insbesondere die Shopsysteme xtcModified, xt:Commerce oder Gambio GX könnten massive Probleme bereiten. Aber auch Shopbetreiber mit anderer Software wie OXID, Magento oder Shopware sollten nicht untätig bleiben und prüfen, welche PHP-Version von der jeweiligen Software unterstützt wird und was gegebenenfalls zu tun ist.
Auch CMS Systeme wie z.B. WordPress oder Joomla könnten unter Umständen Probleme machen. Vor allem wenn z.B. eine alte Joomla Version verwendet wird, die die dann nicht mehr unterstützte MySQL4-Datenbank Version verwendet.

Was tun, wenn Sie betroffen sind

Setzen Sie auf Ihrem Internetangebot eine Software ein, die ohne weiteres und bis zu dem genannten Termin nicht auf die neueste PHP-Version angepasst werden kann, sollten Sie sich evtl. um einen Providerumzug zu einem Anbieter bemühen, der auch PHP 5.2 oder 4 noch unterstützt. Dies kann zum Beispiel www.profi1.de sein, der auch noch die älteren PHP-Versionen zulässt. Doch längerfristig müssen Sie unbedingt darauf achten, dass Sie auf eine Software umsteigen, mit der Sie wieder auf dem aktuellsten Stand sind. Denn früher oder später werden auch andere Provider damit beginnen, nach und nach ältere Versionen nicht mehr zu unterstützen. Denn die Umstellung auf die aktuelle PHP-Sprache folgt nicht einem reinen Selbstzweck, sondern bringt auch viele neue nützliche Funktionen mit, die von den Kunden der Webhoster dann eingesetzt werden können. Hier seien zum Beispiel die Funktionen Traits, die Array-Dereferenzierung und die Short Array Syntax zu nennen, mit denen PHP-Spezialisten sicherlich was anzufangen wissen.

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